IDA Integration

Integration durch Arbeit

Im Zuge der Psychiatriereform konnten mit Beginn der 70ger Jahre wesentliche Fortschritte erzielt werden, die insbesondere den Aufbau gemeindepsychiatrischer Hilfeangebote und die rechtliche Gleichstellung psychisch kranker Menschen betreffen.
Wenngleich auch hier angesichts der teilweise erheblichen regionalen Unterschiede sowie der völlig unzureichenden Verfügbarkeit von Angeboten zur medizinischen Rehabilitation psychisch kranker und beeinträchtigter Menschen noch deutlicher Handlungsbedarf zur Weiterentwicklung besteht, gibt es einen Bereich, der bisher vernachlässigt worden ist:
Die Teilhabe am Arbeitsleben, das Finden von Arbeit, eine gerechte Entlohnung und flexible Lösungen, die auf Fähigkeiten und Beeinträchtigungen Rücksicht nehmen.
Es besteht zur Ermöglichung und Sicherung der Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen noch ganz erheblicher Handlungsbedarf.

Arbeit verschafft:

  • ein Gefühl von persönlichem Erfolg und persönlicher Sicherheit durch die gelungene Bewältigung von äußeren Anforderung und die Erfüllung der Erwartung anderer
  • eine Möglichkeit, sich in normalen sozialen Rollen ( Nicht- Patientenrolle ) zu engagieren und somit einer chronischen Krankenrolle entgegenzuwirken
  • ein leicht identifizierbares Kriterium für Genesung
  • ein Gefühl für sozialen Status und Identität
  • soziale Kontakte und Unterstützung
  • ein Mittel zur Tagesstrukturierung

Das Spektrum der möglichen Teilhabe am Arbeitsleben ist sehr breit- nicht nur hinsichtlich der Art der Tätigkeit, sondern auch bezüglich der Formen von Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen.

Bei der Wahl zwischen verschiedenen, realisierbaren Optionen ist die Selbstbestimmung der kranken und beeinträchtigten Menschen zu respektieren. IDA will dabei helfen.

Formen der Integration durch Arbeit und Beschäftigung, die durch IDA koordiniert werden können:

  • selbständiges Beschäftigungsverhältnis (incl. selbständige Beschäftigung z.B. bildnerisches Gestalten)
  • “normales“ unbefristetes Arbeitsverhältnis
  • befristetes Arbeitsverhältnis
  • Probebeschäftigung
  • Arbeitsverhältnis in Integrationsbetrieb, – abteilung, – projekt ohne oder mit besonderer Befristung
  • geringfügige Beschäftigung
  • Werkstatt für behinderte Menschen mit Differenzierung für psychisch kranke und beeinträchtigte Menschen
  • Arbeitsgelegenheiten
  • Zuverdienst
  • tagesstrukturierende Tätigkeit
  • hauswirtschaftliche Versorgung von Familienangehörigen
  • ehrenamtliche Tätigkeit
  • Tauschbörsen, gegenseitige Hilfe

Dazu werden von IDA Strategien zur Integration in Arbeit und Beschäftigung erarbeitet, Eingliederungsziele formuliert und unterstützend umgesetzt, flexible, am Bedarf der Person orientierte Hilfen aufgezeigt, funktionale und personenzentrierte Hilfen zur Teilhabe am Arbeitsleben organisiert (Beratung, Diagnostik, Planung, Rehabilitationsmanagement). Sicherung der Teilhabe am Arbeitsleben wird als vorrangiges Ziel angestrebt, wohnortnahe Hilfen angeboten, Hilfen an den individuellen Bedarf angepasst, wirtschaftliche Sicherung angestrebt.